Altdeutsche Hütehunde
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"Altdeutscher Hütehund" ist keine Rassebezeichnung, sondern ein Oberbegriff für die traditionellen deutschen Herdengebrauchshunde.
Im Unterschied zu den meisten anderen Hütehundrassen wie z.B. Collie, Briard oder Bearded Collie sind die Altdeutschen Hütehunde nicht von äußerlich variablen Landschlägen zu einheitlich aussehenden, standardisierten Rassen gezüchtet worden, sondern geblieben, was sie immer waren: regionale Varietäten von Arbeitshunden, deren Zucht von Arbeitsleistung und Gesundheit und nur wenig vom Aussehen bestimmt wurde.
Die Altdeutschen Hütehunde unterteilen sich nach ihrem Arbeitsgebiet in
- Kuhhunde und
- Schafhunde.
Nach ihrem Aussehen und der regionalen Verbreitung unterteilt man die Typen der Schafhunde hauptsächlich in
Zu den Kuhhunden zählen
.
Die Schäfer haben die verschiedenen Varietäten ganz pragmatisch nach ihren hervorstechendsten Merkmalen benannt. Und so ergeben sich die Bezeichnungen für die folgenden Schläge (= Varietäten):
Fuchs - "fuchs"rot, braun, rotbraun bis falb
Gelbbacke - schwarzmarken (engl.: black and tan)
Schwarzer - schwarz
Tiger - Hunde mit Merlefaktor (bestimmte Art der Scheckung)
Strobel - "strubbelige" Hunde
Stumper - Hunde mit angeborener Stummelrute
Schafpudel - langzotthaarige Schafhunde
Kuhhund - speziell für die Arbeit am Rind
Weitere Varietäten kommen regional vor, jedoch ohne spezielle Bezeichnung/Namen.

mehr Fotos zu den bekannten und unbekannten Schlägen hier
Die Altdeutschen Hütehunde sind nicht als Rasse(n) bei FCI/VDH anerkannt. Zu unterschiedlich ist ihr äußeres Erscheinungsbild.
Züchterisch betreut werden die Altdeutschen von der Arbeitsgemeinschaft zur Zucht Altdeutscher Hütehunde (AAH), deren Mitglieder aus Schäfern, aber auch Privathaltern bestehen.
Da
die züchterische Selektion der Altdeutschen Hütehunde sich auf sehr
wenige Merkmale beschränkt und kein vereinheitlichender Standard
gefordert wird, ist die genetische Variabilität recht hoch. Diese ist
ungemein wichtig für Robustheit, Vitalität und Leistungsfähigkeit.
Daher
sind die Altdeutschen Hütehunde im Durchschnitt robuster und vitaler
als viele Rassehunde. "Rassetypische" Häufungen bestimmter Erkrankungen
sind nicht bekannt. Die Hunde bleiben bis ins hohe Alter agil und
lernfreudig.

Hier finden Sie eine äußerst lesenswerte Charakterisierung der Hütehundrasse "Australian Shepherd": http://hundetraining.dreipage.de/aussies_68745836.html (vielen Dank an Stefanie Gaden für die Erlaubnis zur Verlinkung).
Das Meiste des dort Geschriebenen trifft auch auf den Altdeutschen Hütehund zu!