Bilder aus dem Schafstall     

   

                                                                                                                                                    von Christel Simantke

Lammgeburt


           

 Das zweite Lamm wird gerade geboren, vorne (gelblich) die erstge-             Das Lamm ist gerade durch den Geburtsweg und macht seinen ersten
 borene Schwester.                                                                                                      Atemzug.


                   

Die Mutter leckt und frißt Geburtsschleim/Eihülle und leckt das Lamm          Das Zweitgeborene schaut in die Welt, noch voller Geburtsschleim.


          

 Das Erstgeborene steht zum ersten Mal, das Zweitgeborene wird noch       Das Erstgeborene ist schon auf der Suche nach dem Euter.
 trockengeleckt.


                 

 Stall mit Lammbuchten: Offenstall, hinten mit  Windschutznetzen.                 Mutter-Kind-Bucht mit zwei eintägigen Lämmern (ziemlich klein, da 
 Einzelne Mutter-Kind-Buchten, in denen die Tiere ca. 3 Tage bleiben.          Erstgeburt der Mutter).
 Das Ablammen erfolgt frei im Stall, seltener auf der Weide - fast immer
 kommen die Schafe freiwillig rein zum Lammen.


          



mit Harzer Füchsin Tinka auf der Koppel


   

   

     



Das Walachenschaf

Herkunft

Das Walachenschaf ist ein mittelgroßes Schaf aus der Gruppe der Zackelschafe und wird auch "mährisches Zackelschaf" genannt. Mit dem Volksstamm der Walachen (südliches Rumänien) wanderte es vor rund 300 Jahren in die mährischen Beskiden (Tschechien) ein und wurde hier als genügsames Milchschaf gehalten. Die Rasse überdauerte in isolierter Zucht, bis in den frühen 80er Jahren leistungsfähigere Rassen eingekreuzt wurden. Eine kleine Restpopulation konnte erhalten werden und bildet den Stamm der heutigen Population in Tschechien (mährische Walachei) und Deutschland. Auf nur 8 (2,6) Tieren des ursprünglichen Typs ist die deutsche Population begründet.

Rassebeschreibung

Es ist ein feingliedriges, mittelgroßes Schaf. Der leicht geramste Kopf der Böcke ist immer behornt; das ausgeprägte, spiralig gedrehte, seitlich abstehende Horn ist bis 50 cm lang und markantes Kennzeichen der Walachenschafe. Weibliche Tiere zeigen eine gerade Profillinie des Kopfes, sie sind nicht immer behornt und das Horn ist wesentlich feiner und weniger gewunden. Häufig tragen die Hörner einen schwarzen Längsstreifen.
Das mischwollige, grobe Vlies ist weiß, früher waren auch graue und braune Tiere bekannt. Unbewollte Körperteile sind häufig mit unregelmäßigen, nur teilweise scharf abgegrenzten Pigmentflecken getupft, bis hin zu Brillenbildung (vor allem Tiere aus tschechischer Population). Die Stirn ist bewollt, die Ohren kurz und waagrecht stehend.
Erwachsene Böcke wiegen 70 - 80 kg, die weiblichen Tiere rund 42 - 55 kg.
Die Brunst ist überwiegend saisonal, die Erstzulassung erfolgt meist erst ab 18 Monaten. Gute Muttereigenschaften, leichte Lammungen und eine gute Milchleistung versprechen eine zufriedenstellende Lämmeraufzucht. Das temperamentvolle Schaf wird bei intensiver Betreuung zahm, ist ansonsten scheu und wachsam.

Zuchtziel:

Züchtung eines genügsamen, widerstandsfähigen und zur Landschaftspflege besonders geeigneten, attraktiven Landschafes.



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